Montag, 02.01.2006
Ein halbes Jahr später...
Uuuunglaublich, jetzt wir schon 230.000 Minuten oder knapp ein halbes Jahr verheiratet. Gibt es da eigentlich schon einen Pokal oder eine Medaille? Das wäre doch was.
Die Feier am 23. Juli 2005 ist mir - so wie es ja auch sein soll - in sehr schöner Erinnerung. Das Wetter sah die Tage vorher trotz langfristiger Lieferverträge mit Petrus gar nicht gut aus, aber dann am Samstag war es nicht nur regenfrei sondern auch sonnenbrandgefährlich. So war die Schiffstour auf "hoher See" von Mainz nach Nackenheim einfach traumhaft. Glücklicherweise hüpften auch weder Brautpaar noch Gäste über die Reeling in den Rhein, so dass wir vollständig bei den Jordans angekommen sind. Auch dank unserer "Hochzeitsmanagerin" Sabine war der Nachmittag und Abend sehr kurzweilig.

Ja, im Standesamt war ich aufgeregt. Wer kennt nicht die Szenen, wo dann mittendrin jemand aufsteht und brüllt: "Diese Ehe darf niemals wahr werden weil:
1. Andrea bei der Geburt unglücklicherweise vertauscht wurde und eigentlich die verlorengeglaubte Halbschwester von Volker ist.
2. Volker heimlich aus Turkmenistan geflohen ist und sein dort wohnendes 12-köpfige Harem nicht ganz mit einer mengenmäßigen "West-Erweiterung" einverstanden ist.
3. Andrea eigentlich ein robocop aus der Zukunft ist und gerade jetzt für einen total geheime Mission zurück ins 24. Jahrhundert auf den Planten Pluto zurückbeordert wird.
Glücklicherweise passierte nicht dergleichen. Wir gaben ein "Ja, ich will" zum besten und nach Küssen und Klatschen hat unser Standesbeamte Herr Natusch die entsprechende Urkunde unterschrieben.
Das letzte halbe Jahr war eigentlich ohne große Bewährungsproben für unsere ach so junge Ehe. Es ist immer wieder einfach das tolle Gefühl, noch ein wenig enger mit der Lieblingsfrau verbunden zu sein. Begonnen hat alles mit unserer wunderbaren Hochzeitsreise nach Japan, mit faszinierenden Eindrücken aus einer ganz schön fremden Welt.
- Fotogalerie von unserer Hochzeitsreise nach Japan
Am 3. Oktober haben wir wieder unsere persönliche "Deutsche Einheit" gefeiert. Als Dankeschön haben wir unser kleines "Liebe in Mainz"-Projekt gestartet und nachts ca. 20 große rote selbstklebende Herzen (die waren von unserer Love-Mobil-Aktion noch übrig) in der Innenstadt von Mainz und am Rhein geklebt. Hin und wieder machen wir eine Herz-Tour und schauen nach, welche noch da sind. Ein paar wenige sind schon verschwunden, ein paar wurden ergänzt um eigene "Anmerkungen" anderer Liebenden in Mainz. Wer einen Standort findet, bekommt von uns ein Schokoladeneis. Derzeit laufen die Planungen für die Projektfortsetzung.
Wer kennt nicht den Film 9 1/2 Wochen? Im November hatten wir unser 9 1/2-jähriges Zusammensein dementsprechend gefeiert. Im Mai gibt es dann das große Zehnjährige, da bin ich schon gespannt.
So, das war ein kleiner Rückblick der letzten Monate. Das wichtigste kommt aber jetzt: Hier findet ihr die Fotos zu unserer Hochzeit:
- Fotogalerie von unserer Hochzeitsfeier
Sonntag, 17.07.2005
Weil es Liebe ist...
Volker hat mir erzählt, dass er in unserem Tagebuch ein bißchen aus dem Nähkästchen geplaudert hat und etwas über den Beginn unserer Beziehung geschrieben hat. Als ich mir das dann selber anschaute, bekam ich fast einen Schock. Dieses Photo: wie sah ich den damals aus? Bin das wirklich ich? Ich finde, kaum zu glauben! Tja, 9 Jahre ist dies her... wir haben uns doch ganz schön verändert (ich finde, zu unserem Vorteil, oder?!).
Ich kann bestätigen, dass Volker und ich uns an diesem Fachschaftswochende näher gekommen sind. Aber war es Zufall oder Schicksal?! - Ich glaube: Schicksal! Denn an diesem besagten Abend sagte mir eine innere Stimme "bleibe da!". Und obwohl ich eigentlich müde war und ich erst einmal keinen Grund sah zu bleiben (wie gesagt, es waren fast schon alle anderen auf dem Weg nach Hause), blieb ich... und lernte so Volker näher kennen, der mir ehrlich gesagt vorher nicht so aufgefallen war. Wir verbrachten die Nacht miteinander, redeten, redeten und redeten (ehrlich, sonst nichts weiter!)... Und so verliebte ich mich in diesen Menschen. Wir sahen uns die Woche nach dem Fachschaftswochenende fast täglich und verbrachten viel Zeit miteinander. Für mich war klar: Volker ist nun mein Freund (auch wenn ich mich in einer Art Trance befand und wenig realisierte, aber das war für mich absolut klar!). Ich erwähne dies, weil sich später herausstellte, dass dies bei Volker längst nicht so der Fall war (wieder mal ein Beispiel dafür: Männer und Frauen sind einfach unterschiedlich). Er fuhr eine Woche später nach Hause ins Schwabenland und refektierte dann erst mal in Ruhe die Situation (eben durch und durch ein Sozialpädagoge). Zum Glück - für mich - kam er zu dem gleichen Ergebnis wie ich und tauchte dann, wie schon beschrieben, extra fein gemacht bei mir (ich sehe es noch heute vor mir) mit rosa Cordhose und dazu "passendem" rosa/schwarz-kariertem Hemd auf. Ja, da musste ich schon mal schlucken und dachte so bei mir, wen hast du dir denn da angelacht?! Das war wohl die erste "kleine Zerreisprobe" in unserer Beziehung, die wir, im nachhinein betrachtet, gut gemeistert haben (wie so viele anderen, auch größere, danach).
Apropos Klamotten: es kam mir damals ein Gerücht zu Ohren, dass zu dieser Zeit Mitstudenten von uns Wetten abgeschlossen hatten, ob unsere Beziehung aufgrund unseres unterschiedlichen Klamottenstils überhaupt halten könnte... Die Zweifler haben wir wohl eines bessern belehrt: da sieht man es mal wieder: auf die inneren Werte kommt es an (und die waren wohl nicht ganz so ersichtlich ;-) ).
Und da gibt es sehr viel, was ich an Volker schätze und im Laufe der Jahre zu schätzen gelernt habe.
In Fulda bin auch ich das erste Mal auf die Spezies "Wessies" getroffen. Nachdem die ersten Vorurteile beiderseits aus dem Weg geräumt waren, fand ich diese auch recht nett. Der Weg für eine positive, bereichernde Völkerverständigung war bereitet. Inzwischen habe ich auch meinen sächsischen Dialekt mit schwäbisch, hessisch und rheinland-pfälzisch erweitert und bin zu einem "Wossie" geworden. Ich bin auf jeden Fall froh, durch die deutsche Wiedervereinigung überhaupt die Möglichkeit gehabt zu haben, Volker kennen und lieben gelernt zu haben. Und: nächste Woche feiern wir unsere ganze eigene Wiedervereinigung: unsere Hochzeit :-) .
Liebe Grüsse Andrea
PS: ... die Aufregung steigt, ich freue mich sehr auf unsere Hochzeit!!!
Donnerstag, 14.07.2005
Du erinnerst mich an Liebe
Schuld daran ist meine Verlobte Andrea Weber. Sie hat letzte Woche Ihr Brautkleid abgeholt und es genau so an den Kleiderschrank (schön verpackt in weißer Schutzfolie) vor dem Bett befestigt, das sich mein erster Blick nach dem Aufwachen automatisch daran festkleben muss. Ganz schön clever. Was will sie mir damit sagen? So eine Art Desensibilisierung mit konfrontationstherapeutischen Ansätzen als Prophylaxe vor befürchteten Eskapismustendenzen meinerseits? Dazu besteht natürlich keinerlei Anlass. Ganz im Gegenteil. Aber hallo!
Nächste Woche ist es endlich soweit. Zeit für einen kleinen Rückblich zu den Anfängen unseres Projektes "Nur die Liebe zählt.." Angefangen hat alles im Frühjahr 1996. Wir waren beide in der Studentenvertretung an der Fachhochschule Fulda tätig und im Mai stand wie jedes Jahr das Fachschaftswochenende an. Leider war unser Stammplatz auf einer Hütte in der Rhön irgendwie doppelt belegt und wir mussten ins ASTA-Büro der FH umziehen. Der Vorteil: Abends war Fete im "Cafe Chaos" und Andrea und ich kamen so locker ins Gespräch. Wir sprachen wohl ziemlich lang, weil bis auf den Leere-Bierflaschen-Einsammler irgendwann alle um uns herum verschwunden waren. Dann sind wir in die WG von Andrea umgezogen und haben die ganze Nacht -- geredet. Über das Leben und die Liebe (nur im allgeinen natürlich). Und, jetzt fällt es mir wieder ein, auch über die philosophische Frage, dass wir eigentlich im Augenblick gar nicht sicher sein könnten, ob wir jetzt nicht vielleicht nur träumen und gar nicht "wirklich" miteinander reden. Aber wenn es denn alles ein Traum war oder ist, war oder ist es glücklicherweise ein ausgesprochen schöner Traum.
Wir trafen uns nach diesem wundervollen Abend dann schnell wieder und kamen uns in vieler Hinsicht immer näher. Ich weiß noch, dass ich nach dem ersten Treffen besonders coole Klamotten anziehen wollte und völlig in Batikrosa auftauchte. Später hat mir Andrea erzählt, dass sie da doch etwas schlucken musste.
Ich kann mich auch an ein späteres Gespräch erinnern, in dem wir überlegt haben, ob wir überhaupt zusammenpassen. Schließlich hatten wir beide einen ziemlichen unterschiedlichen "Style". Andrea nett und adrett (es dauerte Jahre, bis die erste Jeans den Weg in ihren Kleiderschrank gefunden hat), ich selber habe nach meinen Verwaltungsausflügen endlich im Sozialwesenstudium die Möglichkeit gesehen, meine lilarosa-hauptsache-bunt-Batikphase voll ausleben zu können. Hm, wenn ich jetzt so in meinen kleiderschrank schaue, wo sind eigentlich meine ganzen Batikklamotten hingekommen?
Im Fulda war auch mein erster näherer Kontakt mit Menschen aus den neuen Bundesländern. Kontakt mit Ostautos hatte ich allerdings schon vorher, da zwei Freunde und ich uns nach der Wende einen Kult-Trabbant als Winterfahrzeug neben unseren Sommer-Motorräder gekauft hatten. Das war ein sehr guter "Einstieg".
Kontakt zu den Ureinwohnen der neuen Bundesländern gab es nun im Zonengrenzgebiet Fulda eine ganze Menge. Mir waren diese - das ist bis jetzt auch so geblieben - gleich ausgesprochen sympathisch, vor allem die Mädels. Meine Verlobte Andrea Weber aus der ehemaligen Karl-Marx-Stadt heute Chemnitz gehörte da natürlich in besonderer Weise dazu.
Ich weiß noch, am Anfang unserer Beziehung hatte ich regelmäßig im Sommer als Betreuer in einem BDKJ-Zeltlager in Süddeutschland teilgenommen. Nachdem Andrea und ich fast täglich telefoniert haben, kam irgendwann heraus, dass ich eine Freundin aus Sachsen hatte. Darauf hin hat meine Zeltgruppe mit neun 15-jährigen Jungs tagelang nur noch im sächsischen Dialekt mit mir gesprochen. Wenn das kein Beitrag zur aktiven Völkerverständigung war. (Ich kann mich auch noch gut erinnern, wie genau diese Jungs mir eines Abends zusammen die komplette Nationalhymne vorgerülpst haben.)
Auf jeden Fall feiern wir beide gemeinsam ganz bewusst den "Tag der Wiedervereinigung" am 3. Oktober als ganz persönlichen Glückstag. Ohne den Mauerfall gäbe es nächste Woche keine "Andrea-und-Volker-Hochzeit".
Soweit viele Grüße

Andrea und Volker eines Abends im Jahr 1996
Donnerstag, 07.07.2005
Ist es denn schon so lange her?! - Oder: Inzwischen sind es doch nur noch ca. 2 1/2 Wochen...
Einerseits: Ist es wirklich schon so lange her, dass ich etwas in unser Hochzeitstagebuch geschrieben habe?! - Wie immer die Feststellung meinerseits: Man wie schnell die Zeit vergeht...
Andererseits: Die Aufregung steigt: Es sind tatsächlich nur noch 2 1/2 Wochen bis zu unserer Hochzeit!!!
Inzwischen hat sich so einiges getan: Die Japanreise ist so gut wie geplant (Der Flug ist gebucht, das Railticket auch und bis auf eine Übernachtungsmöglichkeit haben wir auch schon alle Unterkünfte gefunden. Wir waren zwischenzeitlich auch mal Sushi-Essen, um schon mal das japanische Essen zu testen und uns daran zu gewöhnen. War ganz gut, auch wenn ich es nicht jeden Tag essen könnte. Aber zum Glück gibt es ja nicht nur Sushi in Japan...). Die Tischkärtchen und Menükarten sind auch fast fertig. Das Essen fürs Bufett ist ausgesucht (Ich hoffe es wird allen schmecken, aber ich denke schon - lecker, lecker...). Mein Brautkleid habe ich heute :-) nach der zweiten Anprobe mit nach Hause genommen (Zum Glück hat es gepasst - uff - und nun hängt es an meinem Kleiderschrank und wartet auf seinen großen Auftritt. Ich freue mich schan ganz arg drauf dieses Kleid zu tragen - grins!). Die Blumenkinder sind auch gefunden... und zwei süsse noch dazu! Heute habe ich mich noch um unsere Gravur für unsere Ringe gekümmert (Ja, meiner passt zum Glück inzwischen auch. Nachdem ich ihn erfolglos durch einen Goldschmied in Mainz vergrößern lassen habe, hat ihn schlußletztendlich dann doch netterweise meine Kursleiterin aus dem Volkshochschulenkurs außer der Reihe in einem anderen Kurs vergrößert. Ich bin ihr dafür noch heute sehr dankbar.). Außerdem habe ich heute (ja, das war heute für mich ein richtiger "Hochzeitstag") meinen Brautstrauß in Auftrag gegeben. Bin sehr gespannt, wie er zum Schluß tatsächlich aussehen wird. Hat viel Spaß gemacht mit der Frau im Blumenladen zu überlegen, wie man ihn am Besten gestalten könnte.
Was mich zur Zeit auch sehr freut, ist, dass unser Traum, mit dem Schiff von Mainz Kastel/Kostheim (wo die Trauung stattfindet) nach Nackenheim (wo die Feier stattfindet) zu fahren, in Erfüllung geht. Nach etwas Recherchearbeit ist es uns gelungen, ein Schiff mit der richtigen Größe für unsere Gäste aufzutreiben. Gestern haben Volki und ich das Schiff besichtigt. Ich war sofort verliebt in die AVENTURA (so heißt das Boot). Ein Schiff was schon viel Geschichte hinter sich hat: 1938 gebaut, eigentlich im Frachtdienst auf der Ost- und Nordsee unterwegs gewesen, wurde es dann von 1992-96 umgebaut und erweitert und ist nun u.a. auf dem Rhein unterwegs. Wer neugierig ist und schon mal einen Blick riskieren will, kann dies unter www. aventura-online.de tun.
Nun steht noch einiger Orga-Kram, mein Friseurtermin (bin noch völlig planlos und hoffe ganz fest auf die Kreativität meines Friseurs)etc. an.
Nachdem ich vorgestern Nacht unruhig geschlafen habe, weil mir tausend Sachen durch den Kopf schossen, was wir alles noch zu erledigen haben, sehe ich dies heute schon wieder gelassener und bin guter Dinge (wohl auch Dank Volkers beruhigender Ausstrahlung). Ich merke langsam wie das Thema "Hochzeit" bei mir mehr Raum einnimmt, Priorität bekommt (im Vergleich zu den letzten Monaten). Dies ist ein schönes Gefühl, ich beginne mich immer mehr auf unsere Hochzeit zu freuen :-) .
Samstag, 14.05.2005
Der Plan ist perfekt....
1. Zum Zahnarzt gehen
2. Beim Standesamt die Eheschließung anmelden.
Meine These war: Viel Aberglaube in Deutschlands aufgeklärten Köpfen --> wenig Kunden bei den Dienstleistungsanbietern in diesem unseren Lande --> wenig Herumsitzen in den gefürchteten Wartezimmern.
Ursprünglich wollte mir die Zahnarzthelferin gar keinen Termin für einen Freitag, den 13. Mai geben.
Sie tat es nach meiner Thesenpräsentation dann doch. Tage später hat mir meine Verlobte Andrea Weber doch verkündet, sie hätte sich - ohne von meiner Idee zu wissen, mal wieder den jährlichen Zahnarztroutinechecktermin zu buchen - genau an diesem Tag einen Zahnarzttermin besorgt, genau eine halbe Stunde vor mir. Ist das Zufall? Oder doch Vorhersehung, Schicksal, Kismet, Karma?
Auf jeden Fall küsst es sich gut in einem Zahnarzt-Wartezimmer. Ja doch, Wartezimmer, meine Idee ging nicht auf, statt genügsamer Zweisamkeit zu genießen, schauten uns zu viele wartende und scheinbar doch völlig Aberglaube-resistenten Meeenzer mit einem bedauerlichen "Ich-habe-Zahnschmerzen"-Blick an.
Nach Rücksprache mit der netten Zahnarzthelferin habe ich noch eine dreiviertel Stunde Freilauf bekommen und wollte diese Zeit natürlich sinnvoll nutzen. Das habe ich so in meinem autodidaktischen Datecontrol-Terminmanagementkurs für Fortgeschrittene gelernt. Also, ruff uffs Fahrrad und zum Standesamt geradelt. Fünf Minuten später stand ich dann vor dieser großen braunen Tür mit dem Schild "Eheanmeldungen". Aber schnell merkte ich diese warndenden Blicke auf mir. Nein, gehen sie nicht vor auf Los, ziehen sie keine 2000 Mark und vor allem, klopfe nicht an dieser Tür. Sicher 10 Personen warteten ebenfalls vor dieser Tür und ich sahe sie im Geiste schon die "Gehen sie direkt in das Gefängnis"-Karte winken. Also wieder ruff uffs Fahrrad, zurück zum Zahnarzt und ab ins Wartezimmer.
Das Wartezimmer an sich: Einer der wenigen verbliebenen Orte unserer Zeit, in dem noch Medidation und Besinnung im Vordergrund stehen. Resistent gegen allerlei Störversuche hektscher Betriebsamkeit. Eine Art kalter Entzug für Leute wie mich, die mit Aktionismus den bösen Geist der inneren Leere verscheuchen wollen. Ich wollte frecherweise die Ruhe umgehen, indem ich eine kleine SMS schreiben wollte. Wirklich kein Scherz, es kam just die Mitteilung, mein Prepaidguthaben wäre zu Ende und deswegen wären solche profanen Ablenkungsversuche auch nicht erlaubt. Ich ergebe mich der übergestülpten Ruhe und transzendiere wehrlos vor mich hin.
Der Rest ist schnell erzählt. Mein Lieblingszahnarzt Hilgert lobte kundenorientiert die gesunden Beißerchen sowohl von meiner Verlobten Andrea Weber wie auch die meinen. Und eine Stunde später hatten wir es amtlich: Wir sind beide ehetauglich und dürfen uns tatsächlich heiraten. Hurra! Trotz am Anfang scheinbar unüberwindbare Unterschiedlichkeiten (sie Ossi, ich Wessi // Sie konfessionslos, ich ungläubiger Katholik //sie Sozialpädagogin, ich Sozialarbeiter // Sie jung und knackig, ich alt und morsch) haben wir es geschafft. Nur die Liebe zählt...
Viele Grüße
das Volker

Entstanden auf der wunderschönen Hochzeit von Senta und Volker im April 2005 (wichtig: Ein anderer Volker natürlich)

Montag, 18.04.2005
Die Ringe sind gefertigt, das Hochzeitskleid gekauft, nun können wir heiraten, oder?!
Ich hatte letzte Woche Urlaub und hochzeitstechnisch ein paar sehr aufregende Tage. Am 8.4. abends machte ich mich dran unsere Eheringe zu fertigen. Man war ich aufgeregt: dieses Mal waren es eben nicht irgendwelche Ringe, sondern es sollten unsere Eheringe werden. Ja, und das Material war ja auch nicht gerade billig. Mal so ein paar hundert Euro wegwerfen, weil es nichts geworden ist, wäre auch höchst ärgerlich. Ich habe mit Volkers Ring begonnen, da dieser zwischendurch von seinem zukünftigen Besitzer anprobiert werden mußte und eventuelle Änderungswünsche mit einbezogen werden sollten. Kurz und gut, ich habe gesägt, gelötet und vor allem gefeilt was das Zeug hält. Meine Finger taten mir zwischenzeitlich recht weh und die Fingerkuppen fühlen sich auch jetzt noch ein wenig taub an. Aber was tut man nicht alles aus Liebe?! Volki´s Ring ist auch echt super geworden: er paßt und sieht gut aus (finde ich). Vor allem hat er das Wohlwollen seines zukünftigen Besitzers gefunden. Naja, und mein Ring? Ist eigentlich auch gut geworden, nur leider ein wenig zu klein geraten. Er war etwas schwieriger zu fertigen gewesen Naja und wie das halt so ist, können da leider auch etwas mehr Problemchen auftreten. (Aber ich wollte es ja nicht anders. Selbst Schuld.) Sonntag abend nach dem Goldschmiedekurs war ich schon recht frustriert und traurig gewesen. Volker mußte da einige Aufbauhilfe leisten. Das hat er übrigens gut gemacht. Schon Montag morgen konnte ich wieder lachen. Muß ich halt noch mal zu einem richtigen, professionellen Goldschmied gehen und ihn ein wenig größer machen lassen. Sollte nicht so das Problem darstellen. Also, die Ringe sind so gut wie fertig. Montag nachmittag ging es dann nach einem Anzug für Volker schauen. War ein echt netter Nachmittag mit Eiscafé trinken, Sonne genießen und bummeln. Volki war auch sehr tapfer und ausdauernder als ich dachte (wir waren in mehr als 3 Läden!). So viel sei verraten: wir haben schon einen Anzug gefunden... Vielleicht wird dieser auch der Hochzeitsanzug?! Mal sehen. Wir haben noch andere Optionen. Wir schauen dann noch mal. Tja, und dann wollte ich mir dienstags mal unverbindlich einen ersten Eindruck über mein Hochzeitskleid verschaffen. Es sollte anders kommen als ich dachte. Judith (die mich netter Weise begleitete und die ich an dieser Stelle noch einmal für ihre nette, ausdauernde und unterstützende Art lobend erwähnen möchte) und ich betraten 11 Uhr morgens den ersten Laden (ich erwähne dies, denn der Tag wurde sehr lang). Nachdem ich die Verkäuferin über den geplanten Hochzeitstermin in Kenntnis gesetzt hatte, teilte diese mir zu meinem Entsetzen mit, daß dies wohl sehr knapp werden würde, da bei den Kleidern mit einer Lieferzeit von 3 (!) Monaten gerechnet werden müßte (das Abändern nicht mit berücksichtigt). Ich konnte es kaum glauben, dachte ich doch, ich wäre super im Zeitplan. Außerdem konnte ich es nicht fassen, daß man so lange auf sein Kleid warten mußte. So wurde mir also panikartig klar, ich mußte schnell handeln und entschloß mich spätestens Mittwoch Nachmittag mein Kleid zu bestellen (da ich Mittwoch Abend nach Hause nach Chemnitz fahren wollte, blieb mir in dieser Woche nicht mehr Zeit). Judith und ich besuchten dann noch einige Brautmodengeschäfte, ich zog tausende (ich übertreibe, aber irgendwann hatte ich dieses Gefühl) Kleider an und war irgendwann komplett überfordert und verwirrt (auch die Nacht schlief ich nicht besonders gut, war voll aufgedreht und träumte wahrscheinlich von Brautkleidern). Aber zum Glück hatte ich Judith an meiner Seite. Und so habe ich mich dann Mittwoch Nachmittag mit gutem Gewissen für ein Kleid entschieden (So viel sei verraten: es ist ein Kleid von der Marke Rembo, für diejenigen, die sich vielleicht schon mal einen Eindruck von der Stilrichtung machen wollen. Im Internet unter www.rembo.de zu finden.). Und weil ich dann einmal so dabei war, habe ich gleich noch Schuhe und Haarschmuck bestellt. Das wäre also geschafft. Leider haben wir es noch nicht geschafft unseren Flug nach Japan zu buchen (die Zeit vergeht aber immer auch so schnell). Aber ich bin voll zuversichtlich, daß wir das diese Woche noch hinkriegen. Ja, und dann heißt es noch: Brautstrauß aussuchen und bestellen, Haarfrisur ausprobieren, zum Standesamt gehen und Formalitäten noch erledigen (ach ja, übrigens: die Uhrzeit für unsere Trauung steht jetzt schon fest: 11 Uhr), Essen für Feier aussuchen und besprechen und so weiter und so fort. Es ist doch noch so einiges zu tun. Aber wir haben ja auch noch 3 Monate Zeit. Ich habe jedoch nach diesen "Hochzeitstagen" das Gefühl das diese schnell vergehen werden. Das Kribbeln, die Vorfreude und die Aufregung sind bei mir jedenfalls die vergangene Woche enorm gestiegen...
Freitag, 11.03.2005
Ein Gast weniger...
Neh, wir haben den Bush wieder von unserer Hochzeitsfeier ausgeladen. Zum einen fehlen uns im Moment die 83 Millionen Euro zum Räumen der Stadt, Zuschweißen der Gullideckel und Sperren von Autobahnen, Luftraum und Rheinschifffahrt. Viel wichtiger aber: Das Geschenkeüberreichen wird so anstrengend.
Die Laura Bush hat am Bush-Day dem Domdekan unvernünftigerweise beim Dombesuch ein Geschenk überreichen wollen. Das ging aber nicht so einfach. Das Geschenk musste von Laura an den amerikanischen Sicherheitsdienst weitergereicht werden. Der durfte das Geschenk aber nur außerhalb des Domgeländes an den Domdekan überreichen. Also alle raus und unter strenger Begutachtung von diesen unauffälligen Sonnenbrillen-und-Stöpsel-im-Ohr-Herren wurde es dann ausgepackt. Dann wurde auch klar, weshalb dieser Aufwand: Es war ein amerikanischer Brieföffner, da könnte so ein deutscher Domdekan schon mal in Versuchung kommen...



Viele Grüße
Volker
Montag, 07.03.2005
nur noch 4 1/2 Monate...
Der Countdown läuft: nur noch 4 1/2 Monate bis zu unserer Hochzeit. Dies ist mir in den letzten Tagen so richtig bewußt geworden. Bis jetzt lief bei uns das Thema Hochzeit so "nebenbei" (und das war auch gut so). Aber jetzt merke ich, wie ich so langsam kribbeliger werde. Ich denke, in nächster Zeit wird das Thema Hochzeit mehr in unseren Fokus rücken... (und auch das ist gut so ;-) ). Ich habe auch richtig Lust mich mehr damit zu beschäftigen - die Vorfreude steigt. Ich hoffe nur, dass ich mein Umfeld nicht zu sehr mit dem Thema nerven werde. Aber ich denke, bislang hatte ich dies gut im Griff und ich werde mich weiter darum bemühen ;-) In letzter Zeit habe ich viel über Japan gelesen. Je mehr ich über das Land erfahre, desto neugieriger werde ich und freue mich schon Mitte/Ende August dort hin zu fliegen. Das Reisefieber hat mich schon ein wenig gepackt. Bei den konkreten Planungen sind wir noch nicht viel weiter, aber ich denke, im Laufe des März werden wir Flüge und Unterkünfte buchen. Vorgestern waren wir Ringe anschauen - uns Anregungen holen. Jetzt sehen wir klarer und ich werde versuchen diese dann umzusetzen. Und..., wenn es nicht klappt, können wir uns ja immer noch (wie Volki sagt) welche aus dem Kaugummi-Automat ziehen ;-) Ansonsten steht im März/April ein Besuch beim Standesamt an (um endgültig den Termin festzumachen, wenn dies nicht klappen sollte, müssen wir halt die ganze Feier verschieben... noch mache ich dumme Witze....aber wird schon klappen...) und außerdem werden wir beide so langsam auf Kleidungssuche gehen. Ich habe die Tage schon mal in einer Hochzeitszeitschrift geblättert, die mir netterweise eine Freundin, die sie inzwischen nicht mehr braucht, überlassen hat. Konnte ich schon mal ein wenig träumen... ich wollte doch immer schon mal ein wenig Prinzessin sein ;-) Andrea
Montag, 07.02.2005
Heiratsantrag für Sandra
Könnt Ihr Euch noch an die vielen Mails von dem Typ erinnern, der seine Freundin Sandra über E-Mail einen Hochzeitsantrag stellen wollte? Das besondere daran, er schickte die Mail an 50 wildfremde Menschen und bat diese, die Mail an Freunde und Bekannte weiterzuleiten. So lange, bis die Mail dann irgendwann tatsächlich bei der richtigen Person landen sollte.
Und siehe da, gerade habe ich es gesehen: Er hat es geschafft. www.heiratsantrag-fuer-sandra.de/news.php
Die Homepage wurde von knapp einer Million Leuten besucht, und das Gästebuch hat doch tatsächlich über 25.000 Einträge. Witzige Sache, warum kam mir eigentlich nicht diese tolle Idee?
Sonntag, 30.01.2005
Wie die Zeit vergeht...
Auf Arbeit ist es bei uns gerade ziemlich stressig. Einerseits einige Umstrukturierungen, andererseits treffen die sozialen Sparmaßnahmen auch unseren Bereich. Das macht Unruhe und Druck unter uns Kollegen. Dabei muss ich positiv erwähnen, dass wir dabei - trotz allem - noch ganz lieb zueinander sind...
Der Stress auf Arbeit hat mich die letzten Wochen ganz schön geschlaucht. Aber nichts destotrotz habe ich mich noch mit anderen Dingen beschäftigt. Ich hatte eine schöne Neujahrsfeier mit meinen netten Kollegen und tolle Geburtstagsfeiern bei Andreas und Katrin (ohne h, ;-) ) und Doro. Ich kann mich an Spieleabende mit netten Leuten erinnern. Ich habe an einem Bowlingturnier (habe leider nicht gewonnen :-( ) teilgenommen und das erste Heimspiel von Mainz 05 (haben leider auch nicht gewonnen :-( )besucht. Außerdem war ich noch bei einem Vortrag über Penisverletzungen bei Masturbation mit Staubsaugern (darüber möchte ich mich an dieser Stelle nicht weiter äußern...).
Ja, habe irgendwie viel gemacht und wer mich gut kennt, weiß, das brauche ich auch... Naja, und "nebenbei" kommt mir dann auch immer wieder das Thema HOCHZEIT in den Sinn. Und so haben Volki und ich uns auch ein wenig um unsere Hochzeitsreise gekümmert. Abschließende Resultate können wir noch nicht vermelden. Nur, dass wir gerne nach Japan wollen, aber alle anderen Details sind noch recht unklar und nebulös. Und vielleicht kommt dann doch alles anders als man/frau denkt?! Wir werden sehen. Wir bleiben auf alle Fälle dran.
Gestern war ich noch auf einer Edelsteinbörse. Ich habe mir nämlich in den Kopf gesetzt (nach dem Besuch mehrerer Goldschmiedekurse bei der VHS), unsere Eheringe selbst herzustellen (ich hoffe, das klappt auch, bibber, ist ja schon was anderes als "normale" Ringe). Ich habe mir jedenfalls gestern meinen Edelstein (einen Mondstein) für meinen Ring ausgesucht. Der geduldigen Christine, die mich dabei toll unterstützt hat, an dieser Stelle noch mal einen besonderen Dank. Jetzt kann ich mich an Gestaltungsentwürfe heranwagen...
Volker liegt gerade in der Badewanne und releaxed. Das ist auch gut so, denn der Arme hat gerade (wie so oft) auch viel um die Ohren. Nachher gehen wir 2 dann noch gemütlich ins Kino...
Liebe Grüsse
Andrea
Bildlein

Und dann trauen sie sich doch...
Endlich Klarheit: Psychologen haben untersucht, warum Paare nach langer Beziehung doch noch heiraten.
http://www.allgemeine-zeitung.de/ratgeber/objekt.php3?artikel_id=1756183
Die Ergebnisse: Andrea und ich heiraten, weil
1. wir nun endlich Sicherheit für unsere Beziehung und für unsere zahlreichen Kinder wollen
2. Die Romatik so nicht auf der Strecke bleibt
3. in unserer Beziehung schon der Wurm drin und wir mit der Hochzeit die Beziehung retten wollen.
4. wir in unserer Beziehung "auf der Stelle" treten.
5. ich alleine nicht mehr klar komme und die Lösung in der Ehe suche.
6. ich aufgrund eines imaginären Konkurrenzverhältnisses zu meinem Vater durch die eigene Ehe nun beweisen kann, dass ich selber zum Mann geworden bin.
7. in meinen Genen der Wunsch nach fester Partnerschaft und der damit unbewusst verbundene Wunsch zur Fortpflanzung deterministisch festgelegt ist.
8. ich als Mann nach Jahren der "freien Liebe" nun endlich die Früchte meines Werbens ernten möchte.
Das mit den "Früchte meines Werbens ernten" gefällt mir am besten. Daran werde ich sicher bei der Trauung im Juli bei der berühmten "Ja, ich will"-Stelle denken müssen. Ich denke, wir sollten viel häufiger die Früchte unseres Lebens ernten.
Volker
Donnerstag, 13.01.2005
Mami sagt, sie muss ja EUCH gefallen
Vielen Dank für die zahlreichen Rückmeldungen zu unseren Einladungen. Besonders freute uns, dass Papi Weber die Einladung ganz prima fand. Ich hoffe nicht, es lag nicht an seinen nicht mehr so gut funktionierenden Augen, so dass er eventuell Wesentliches "übersehen" hat.
Mami Haug war auch ganz süß: "Erst mal musste ich schlucken, aber dann dachte ich, ist ja Euere Hochzeit". *gg* Sie hat dann gemeinsam mit Herrn Ziegler (wohnt über ihr, hat tatsächlich Internet, sein Umgang damit ist aber noch in der Optimierungsphase) versucht, die Homepage aufzurufen. Nur der Teil mit den Geschenken hätten Sie aufrufen können. Gut, es hätte für Andrea und mich schlimmer kommen können. *lach*
Apropo Namen. Es stimmt, meine Lieblingsmichele (hat mit mir in Fulda studiert) nennt mich auch Volki und das soll sie auch auf jeden Fall weiter so machen. Ihr werdet es ja dann im Juli vielleicht selbst aus Ihrem Munde hören.
Soweit so gut. Andrea und ich waren gestern Schlittschuhlaufen in unserer Nachbarstraße. In der "Großen Bleiche" haben die über den Winter eine Art mobile Eislaufbahn mit Pommesbude, Glühweinstand und Partylichter aufgebaut. War ganz nett. Andrea war wie immer voll bei der Sache, ich musste nach einigen Runden aufgrund eines gefährlichen Hunger- und Durstgefühls dann leider die kulinarischen Gegebenheiten aufsuchen.
Dienstag, 11.01.2005
Bin gerade ganz uffgerecht...
Ansonsten freue ich mich über die Rückmeldungen zu unseren Einladungen, die tendenziell recht positiv sind bzw. falls sie doch nicht ganz so gut ankommen, ganz gut von den jeweiligen Personen kaschiert werden...
Noch was: Ja, ich muss es zugeben, auch ich hatte mal einen Spitznamen: "Webs" wurde ich in der Schule genannt. Vielleicht, wie sich jetzt einige Schlaue denken können, wegen meinem Nachnamen "Weber". Witzig finde ich jedoch, dass mein Vater mir mal erzählte, dass er auch so genannt wurde. Vielleicht, weil auch er "Weber" hieß/heißt?! Aber, warum wurde meine Schwester bislang nie so genannt?! Fragen über Fragen... Später hatte ich leider, oder doch zum Glück, so genau weiß man das ja nie, keinen weiteren Spitznamen...
Ab dem 23.7. werde ich den Nachnamen Haug annehmen. Ob dann mein Spitzname mal "Haugs" sein könnte?! Hä??
Ok, ich mache für heute Schluß, eh ich noch auf dumme Dinge komme, die mir vielleicht dann doch irgendwann peinlich sein könnten...
Andrea
Nomen est omen
Als ich damals in Ludwigsburg an der Fachhochschule studiert habe, haben mich alle Volki genannt. Gut, ich war jung und brauchte das Geld. Auf jeden Fall möchte ich hiermit kundtun, dass ich auch weiterhin dieses außerordentliche Privileg exklusiv an Andrea abgebe.
Als ich noch vieeeel jünger war, konnte ich meinen in der Tat ja auch schwierigen Namen noch nicht mal richtig aussprechen. Keine Ahnung warum, aber scheinbar - so berichtete mal meine Mutter - habe ich mich selbst dann "Goggo" genannt. Vielleicht weil meine Eltern in Zeiten aufkommender Anglizismen immer "go go" zu mir riefen? Was wollten sie mir wohl damit sagen? Die erste grpße Bewährungsprobe meines Lebens war aber dann die Zeit, als meine Kinderkumpels das irgendwie mit dem "Goggo" herausgefunden haben und mich damit ärgerten. Am schlimsten war allerdings mein Bruder Rainer. Mit diesem Wort konnte er bei mir bis zu meinem 18. Geburtstag herrliche Gewaltfantasien hervorrufen. Aber natürlich bin ich daran gewachsen: Ich besuchte viele Anti-Agressions-Trainings und wurde Sozialarbeiter. Jetzt ruhe ich vollkommen in mir selbst. Ja, ihr kennt mich ja.
Nicht verstanden habe ich den Spitznamen "Wodka". So nannten mich einige Austauschstudierende aus England an der FH Fulda. Volker, so meinten sie, wäre zu schwer zum Aussprechen. Dass sie gerade auf Wodka kamen, kann auf keinen Fall an einer Affinität meinerseits zu Spirituosen herühren, eher vermute ich "kulturelle" Hintergründe seitens der Engländer.
Soweit so gut. Andrea und ich haben übrigens ganz emanzipatorisch überlegt, anlässslich der Hochzeit beide unsere Vornamen zu behalten.
Volker
Sonntag, 09.01.2005
Mal schauen, ob das mit dem Eintrag hinhaut...
Ich habe gestern die letzten Einladungen fertig gemacht. Volki und ich haben vorhin bei einem kleinen Stadtbummel mit Cafébesuch die ersten per Post losgeschickt. Nun gibt es kein zurück mehr ;-) Bin auch total auf die Reaktionen gespannt. Volki (als technisch begeisterter Part in unserer Beziehung) hatte die, aus meiner Sicht, tolle Idee mit der Homepage und dem Tagebuch. Er kümmerte sich auch klasse um die Umsetzung. Bei mir hätte das wohl Jahre gedauert. Wie vielleicht einige wissen, habe ich im letzten Frühjahr auch einen Homepage-Bastelkurs besucht, aber die Umsetzung meiner eigenen Homepage lässt immer noch auf sich warten... :-(
Kommenden Samstag haben wir einen Abstecher ins Reisebüro vor, um uns mal näher mit dem Thema Hochzeitsreise zu beschäftigen. Wir wollen nämlich nach der Hochzeitsfeier abdüsen und ein paar Tage in Zweisamkeit als frischgetrautes Ehepaar genießen... :-) Hört sich für mich immer noch etwas komisch an: als Mann und Frau, verheiratet usw. . Aber ich habe ja noch ein paar Monate Zeit mich weiter daran zu gewöhnen...
So, das war erstmal mein erster Eintrag.
Ich hoffe, ich werde auch weiterhin fleißig schreiben (ist leider nicht gerade meine Stärke, Volki kann das definitiv besser)... aber ich denke, ich habe an meiner Seite jemanden der mich immer dazu motivieren wird ;-)
Liebe Grüsse
Andrea
Montag, 03.01.2005
Einladung bald raus
hihi, nach dem letzten Wochenende sind unsere Hochzeitseinladung so gut wie fertig. Die nimmermüde Andrea hat fleißig die Umschäge geschnitten, gesägt, gebohrt und der unser kleiner Drucker hat fleißig seinen Job getan. Diese Woche gehen sie nun raus, hoffentlich!!
Ja, wir sind schon ein wenig gespannt, was die Eingeladenen zu dem Style sagen. Meine Mutter wird sich erst mal eine gute Brille suchen dürfen und dann vermutlich kräftig schlucken. Aber die Tapfere wird es mit Fassung tragen.
Das Fotoshooting war echt spaßig, auch wenn mein typisch ernster (bis verzweifelter ) Blick dies nicht wirklich offenbaren. Vielen Dank an dieser Stelle an die Erfinder von Digitalkameras.
Soweit so gut, ich düse jetzt von der Uni (da schreibe ich gerade) nach Hause. Andrea wird wie immer mit einem leckeren Essen und schön frisch gedeckten Tisch auf mich warten....achso ja, stimmt, das kommt erst nach der Hochzeit....
Das Volker
Donnerstag, 30.12.2004
Hurra, es ist soweit

Nun ist es soweit, unser Hochzeitsweblog steht und ist bereit für viele Einträge und Kommentar.
Andrea und ich haben uns vorgenommen, immer wieder mal zu berichten, wie es uns in den letzten sechs Monate vor unserer Hochzeit geht und was uns so gerade beschäftigt.
Viel Spaß beim Lesen
Andrea und Volker